KI-Funktionen in ASA HOTEL werden für Kundinnen und Kunden erst freigeschaltet, wenn das Hosting der KI-Modelle nachweislich DSGVO- und EU-AI-Act-konform sind. Bis dahin stehen die KI-Funktionen ausschließlich für Demo-Zwecke zur Verfügung.
In diesem Beitrag erklären wir, welche KI-Modelle wir einsetzen, wo diese betrieben werden und wie wir Ihre Daten dabei schützen. Er richtet sich an Hoteliers, Datenschutzbeauftragte und alle, die wissen möchten, wie ASA mit künstlicher Intelligenz umgeht.
Welche KI-Modelle werden eingesetzt?
Unsere KI-Funktionen basieren auf großen Sprachmodellen (Large Language Models) der Anbieter Anthropic (Claude-Modelle) und OpenAI (GPT-Modelle). Wir sind bewusst nicht an einen einzigen Anbieter gebunden.
Je nach Bedarf wechseln wir zwischen den Modellen. Ausschlaggebend dafür sind vor allem:
Qualität der Antworten – wie zuverlässig ein Modell typische Aufgaben im Hotelalltag löst, etwa Abfragen zu Reservierungen oder Gästen.
Datenschutz und Hosting – ob das Modell in einer Umgebung betrieben werden kann, die unsere rechtlichen Anforderungen erfüllt.
Geschwindigkeit und Kosten – wie schnell ein Modell antwortet und wie wirtschaftlich es im Betrieb ist.
Weiterentwicklung – neue Modellversionen erscheinen laufend, und wir prüfen, ob ein Wechsel für Sie Vorteile bringt.
Diese Flexibilität erlaubt es, stets das Modell einzusetzen, das fachlich und rechtlich am besten passt. Ein Modellwechsel ändert nichts an den Datenschutzgrundsätzen, die in diesem Beitrag beschrieben sind.
Wo werden KI-Modelle gehostet?
Die endgültige Hosting-Strategie steht noch nicht fest. Wir testen derzeit, bei welchem Anbieter und an welchem Standort die KI-Modelle betrieben werden können.
Der Hintergrund: Aktuell gibt es keinen großen Anbieter, der leistungsfähige Sprachmodelle ausschließlich in einem Rechenzentrum innerhalb der EU betreibt. Viele Angebote nutzen zwar europäische Rechenzentren, können aber nicht in jedem Fall garantieren, dass Daten die EU nie verlassen. Das betrifft etwa Lastverteilung, Support-Zugriffe oder die Muttergesellschaft mit Sitz außerhalb der EU.
In unseren Tests prüfen wir daher für jede mögliche Hosting-Variante unter anderem:
Datenstandort – ob die Verarbeitung vollständig innerhalb der EU stattfindet.
Datenverwendung – ob übermittelte Daten vom Anbieter gespeichert oder zum Training von Modellen verwendet werden.
Vertragliche Absicherung – ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach DSGVO und gegebenenfalls Standardvertragsklauseln vorliegen.
Zugriffe Dritter – ob Behörden außerhalb der EU auf die Daten zugreifen könnten.
Technische Eignung – ob Leistung, Verfügbarkeit und Antwortzeiten für den Hotelbetrieb ausreichen.
Sobald wir eine Lösung gefunden haben, die alle Kriterien erfüllt, informieren wir Sie hier über den gewählten Anbieter und Standort.
Warum ist der KI-Chat für Kunden noch nicht freigeschaltet?
Der KI-Chat arbeitet mit echten Daten aus dem Hotelbetrieb, zum Beispiel mit Reservierungen, Gästedaten oder Rechnungen. Diese Daten werden für die Verarbeitung durch das Sprachmodell geleitet und sind damit besonders schutzwürdig.
Wir geben den KI-Chat deshalb erst frei, wenn eine Hosting-Strategie feststeht, mit der unsere Software und alle über das Modell verarbeiteten Daten DSGVO- und EU-AI-Act-konform sind. Eine vorläufige Lösung mit rechtlichen Unsicherheiten kommt für uns nicht infrage.
DSGVO und EU AI Act: unsere Anforderungen
Zwei europäische Regelwerke bestimmen, wie wir KI-Funktionen betreiben dürfen: die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die KI-Verordnung der EU (EU AI Act).
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
Die DSGVO regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten, also auch mit Gästedaten.
EU AI Act
Der EU AI Act stellt Anforderungen an KI-Systeme, die je nach Risikostufe unterschiedlich streng sind. Eine zentrale Pflicht ist Transparenz: Nutzerinnen und Nutzer müssen erkennen können, dass sie mit einer KI interagieren. Der KI-Chat wird sich deshalb klar als KI-Assistent zu erkennen geben. Außerdem weisen wir darauf hin, dass KI-generierte Ergebnisse vor wichtigen Entscheidungen geprüft werden sollten.
Beobachtbarkeit mit Langfuse
Um die Qualität und Wirtschaftlichkeit unserer KI-Funktionen zu überwachen, setzen wir Langfuse ein. Langfuse betreiben wir selbst auf internen Servern, nicht in der Cloud eines Drittanbieters.
Mit Langfuse erfassen wir:
Eingaben (Input) – welche Anfragen an das Sprachmodell gestellt werden.
Ausgaben (Output) – welche Antworten das Modell liefert.
Tokenverbrauch – wie viel Rechenleistung eine Anfrage verursacht, als Grundlage für Kosten- und Leistungsanalysen.
Diese Daten helfen uns, Fehler zu erkennen, Antworten zu verbessern und Modelle objektiv miteinander zu vergleichen.
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